newsletter verkehrspsychologie - Bericht Sektions-MV

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Bericht von der Mitgliederversammlung der Sektion

aus der nlvp 0/2006 von Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn, Hamburg, www.nlvp.de

Am 09. Dezember 2006 fand in Frankfurt die Mitgliederversammlung der Sektion Verkehrspsychologie statt. Diese war von vielen mit Spannung erwartet worden, da ein Antrag des Vorsitzenden der Sektion auf Abwahl von 2 Vorstandskollegen, verbunden mit der Ankündigung seines Rücktritts im Falle einer Abstimmungsniederlage vorlag.

Die MV verlief dann allerdings anders als erwartet. Anwesend waren ca. 80 Personen, also ca. ein Viertel aller Mitglieder. Am Anfang der mit der MV verbundenen Fachtagung stellte der Sektionsvorstand Schwerpunkte seiner erfolgreichen Arbeit des letzten Jahres dar: Der vom vorangegangenen Vorstand einberufene Runde Tisch hat (wie hier an anderer Stelle berichtet) kooperativ gearbeitet und das Modell PASS entwickelt, eine Evaluation der Verkehrspsychologischen Beratung nach § 4, Abs. 9 StVG wurde konzipiert und beauftragt, der Leitfaden für diese gesetzlichen Aufgabe der Qualitätssicherung ist in Überarbeitung, die Internetpräsenz wurde professionell ausgebaut, die Finanzlage ist gut, die Mitgliederzahl stabil.

Umso überraschender und weniger nachvollziehbar erschien den meisten Anwesenden der anschließende Tagesordnungspunkt "Konstruktive Abwahl". Trotz deutlich werdender Unterschiede in der Wahrnehmung des Arbeitsstils fand sich schließlich eine knappe Mehrheit für den überraschend gestellten Antrag auf Nichtbefassung des Tagesordnungspunktes Abwahl. Damit war der Konflikt überraschend schnell zwar nicht gelöst, aber formal vom Tisch, da der Vorsitzende die Diskussion eher als Vertrauensbeweis betrachtete und auch auf Nachfragen keinen weiteren Anlass für seinen Rücktritt sah. Deutlich wurde in der Tat, dass die Mehrheit der Anwesenden dem Vorstand eine Zusammenarbeit zutraute und dies auch ausdrücklich wünschte - gegebenenfalls auch unter Einschaltung weiterer Personen als Vermittler/Mediatoren.

Der Rest der wohl für alle Beteiligten überraschend verlaufenen Mitgliederversammlung bestand dann im Erheben von Wünschen für Aktivitäten in 2007, und erbrachte viele Anregungen. Beachtung verdient dabei aus meiner Sicht der vom ehemaligen Vorsitzenden der Sektion Prof. Walter Schneider vorgebrachte Hinweis, dass die tatsächlichen Interessengegensätze innerhalb der Sektion seiner Auffassung nach nicht so sehr zwischen den Verkehrspsychologen in den verschiedenen Arbeitsfeldern bestünden, sondern zwischen den angestellten Dipl.-Psychologen andererseits und nur ökonomisch ausgerichteten Kaufleuten als Vorgesetzten innerhalb der großen Organisationen andererseits.

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Stand: 12. Mai 2009